Der Frühling kommt, der Marder auch – schützen Sie Ihr Auto, bevor es teuer wird!
Jedes Jahr das gleiche Spiel: Wenn im Frühling die Temperaturen steigen, wird es unter vielen Motorhauben in Deutschland gefährlich: Marder machen sich an Kabeln, Schläuchen und Dämmmaterial zu schaffen – und viele Fahrzeughalter merken es erst, wenn der Motor streikt oder die teure Werkstattrechnung auf dem Tisch liegt.
Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2024 rund 252.000 Marderschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen gemeldet – sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kosten stiegen sogar um 22 Prozent, von 128 auf 157 Millionen Euro. Warum die Kosten überproportional steigen, hängt vor allem mit der zunehmenden Technisierung moderner Fahrzeuge zusammen. Auch die ADAC-Pannenhelfer kennen das Problem gut: Rund 10.000-mal im Jahr rücken sie wegen Marderschäden aus1.
Und die Hochsaison beginnt gerade erst: Zwischen April und Juni liegt die Schadenhäufigkeit laut GDV bis zu 64 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Was hinter dem saisonalen Muster steckt, welche Rolle die zunehmende Technisierung moderner Fahrzeuge beim Kostenanstieg spielt – und wie Sie sich schützen können, bevor der Marder zubeißt: Wir geben Antworten und zeigen, was wirklich hilft.
Produkte zur Marderabwehr:
Warum beißen Marder im Frühjahr besonders häufig zu?
Dass Marder vom warmen Motor angezogen werden, ist ein weit verbreiteter Irrtum. In Wirklichkeit nutzt der nachtaktive Steinmarder den Motorraum als Versteckmöglichkeit und markiert ihn dabei mit Duftspuren. Stößt ein anderer Marder auf diese Geruchsmarken, interpretiert er sie als Reviermarkierung eines Konkurrenten und beißt alles, was er vorfindet: Kabel, Schläuche, Isolierungen und Dämmmaterial.
Im Frühjahr nimmt dieses Verhalten deutlich zu, weil zwischen April und Juni Paarungszeit herrscht. Die Tiere sind in dieser Phase besonders territorial, durchstreifen größere Gebiete und reagieren empfindlicher auf fremde Duftspuren als zu anderen Jahreszeiten. „Im Frühjahr reagieren Marder besonders bisswütig auf fremde Duftmarken", erklärt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. Außerhalb der Spitzenmonate beruhigt sich die Lage zwar, das Risiko verschwindet jedoch nicht – Marder sind das ganze Jahr aktiv und können jederzeit zubeißen.
Ein häufig unterschätzter Faktor ist der regelmäßige Standortwechsel. Wer viel pendelt oder auf Reisen verschiedene Parkplätze nutzt, trägt Duftspuren unbemerkt von einem Revier ins nächste und erhöht damit das Risiko weiterer Beißattacken.