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Müdigkeit am Steuer

Hätten Sie’s gewusst? Laut Statistik sind etwas 25 % aller Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen auf das Phänomen „Sekundenschlaf“ zurückzuführen. Der plötzlich einsetzende „Schlaf auf Zeit“, so die juristische Fachbezeichnung, stellt damit ein ebenso hohes Risiko dar, wie der Konsum von Alkohol und Drogen am Steuer. Allein in 2020 sind 1448 Unfälle mit Verletzten oder Toten durch übermüdete Fahrer zu verzeichnen – die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher liegen.

Brennende Augen, Frösteln & Gähnattacken? Sofort rechts ran fahren!

Meist sendet der Körper schon frühzeitig unverkennbare Signale, durch die sich eine Übermüdung bemerkbar macht: Brennende, tränende Augen, Frösteln und ständiges Gähnen deuten darauf hin, dass der Organismus dringend eine Erholungsphase braucht. Wer diese Anzeichen wahrnimmt, sollte erst gar nicht daran denken, die Autofahrt weiter fortzusetzen und die Straße sofort verlassen. Denn befindet sich der Körper in einem erschöpften Zustand, schaltet er in den „Stand-by-Modus“: Die Reaktionsfähigkeit sinkt erheblich und die Aufmerksamkeitsspanne von Autofahrern wird deutlich herabgesetzt. Die Folge: Sie können auf unvorhergesehene Ereignisse nicht mehr souverän reagieren und gefährden auf diese Weise nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Bereits wenige Sekunden mit geschlossenen Augen können fatale Auswirkungen haben: Wer beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h auf der Autobahn unterwegs ist, legt in nur 5 Sekunden schon eine Strecke von 160 Metern im „Blindflug“ zurück.

Kein „böses Erwachen“ dank regelmäßiger Ruhepausen

Eine wissentliche und damit fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs kann zudem enorme strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – auch, wenn es im Gegensatz zu Alkohol- und Drogenkonsum häufig schwierig ist, Schläfrigkeit nachzuweisen: Wer sich übermüdet ans Steuer setzt und einen Unfall, schlimmstenfalls mit Personenschäden, verursacht, muss mit dem Entzug der Fahrerlaubnis, einer hohen Geldbuße oder, je nach Schwere des Unfalls, sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Damit es nicht zu einem „bösen Erwachen“ kommt, sollten, insbesondere auf langen Fahrten, regelmäßige Ruhepausen eingehalten werden. Ausreichend Flüssigkeit und gesunde, frische Snacks halten zusätzlich fit und sorgen dafür, dass man sein Ziel ausgeschlafen und sicher erreicht.