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Fuß vom Gas: Bodenschwellen – Schikane oder Raserschutz?

Egal, ob verkehrsberuhigte 30-km/h-Zone, Spielstraße oder Firmengelände – manche Autofahrer missachten leider allzu häufig die gesetzlich vorgegebenen Tempolimits und drücken trotzdem ordentlich aufs Gas. Dies stellt nicht nur eine massive Gefährdung für spielende Kinder, Fußgänger und Radfahrer dar, sondern wirkt sich auch unangenehm auf den allgemeinen Geräuschpegel aus – eine enorm störende Belästigung für Anwohner, besonders in ruhig gelegenen Wohngebieten.

„Schlafende Polizisten“ beruhigen den Verkehr

Eine wirksame Maßnahme, um rücksichtslosen Rasern „das Handwerk zu legen“ und sie dazu zu bewegen, das Fahrtempo zu drosseln, ist der Einsatz von Bodenschwellen. Die mitten auf der Fahrbahn befestigten, im Durchschnitt etwa 3 cm hohen Temposchwellen, die im Volksmund auch als „schlafende Polizisten“ bezeichnet werden, sorgen dafür, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschritten wird und können auf diese Weise die Verkehrssituation beruhigen, um unnötige Unfälle zu verhindern.

Fahrbahnhügel – sinnvoll oder lästig?

Als reine „Schikane“ werden Fahrbahnschwellen jedoch vor allem dann von den Autofahrern empfunden, wenn sie die rechtlich zulässige Bauhöhe überschreiten und somit ein Überfahren für nach der StVZO zugelassene Fahrzeuge nicht mehr ohne Beschädigungen möglich machen oder falls sich die Schwellen in einem zu geringen Abstand zu einander befinden und damit das Fahrverhalten erheblich beeinträchtigen. Dies ist meist bei der Anbringung von Bodenschwellen auf Privat- und Gewerbegeländen der Fall und führt nicht selten zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten.

Schlechte Karten für Tuning-Fans

Bei Fahrzeugen mit tiefergelegten Sportfahrwerken und extrem niedriger Bodenfreiheit handelt es sich dabei ohnehin um „Sonderfälle“ – falls, selbst bei einer enorm vorsichtigen Überquerung der Schwelle, ein Schaden entsteht, haben sie in den seltensten Fällen eine aussichtsreiche Chance auf einen positiven Ausgang zu ihren Gunsten und müssen selbst haften. Wer sich also dazu entscheidet, sein Fahrzeug aus optischen Gründen oder zur Verbesserung des Fahrverhaltens, tiefer zu legen, sollte sich zuvor ganz genau überlegen, welche Folgen dies nach sich