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Darf man das eigentlich?

Jeder weiß: Ohne klare Regeln, an denen sich jeder Verkehrsteilnehmer orientieren kann, würde zweifellos ein heilloses Durcheinander auf Deutschlands Straßen herrschen – das große Chaos würde ausbrechen! Doch während das richtige Verhalten im Straßenverkehr durch Tempobeschränkungen, Verkehrsschilder, Ampeln und Co. eindeutig geregelt ist, gibt es meist einige Unsicherheiten, was das verkehrskonforme, rücksichtsvolle Benehmen im Fahrzeuginnenraum angeht.

Musik zu laut, Smartphone am Ohr, Trinkflasche in der Hand oder einfach den Zigarettenstummel aus dem Fenster schnipsen – was darf man eigentlich und wann kann es richtig teuer werden? Wir verraten, welche Regeln gelten:

Teure Heißhungerattacke

Wenn der Magen knurrt und die Kehle trocken ist, aber die nächste Raststätte oder Parkplatz noch in weiter Ferne liegen, greifen manche Autofahrer zwischendurch gerne zu einem kleinen Snack oder Kaltgetränk – auch bei Tempo 140! Hier gilt: Es ist zwar generell nicht verboten, während der Fahrt zu essen oder zu trinken, jedoch darf die Konzentration und Fahrtüchtigkeit auf keinen Fall beeinträchtigt werden. Wer sich durch die Zwischenmahlzeit ablenken lässt und einen Unfall verursacht, dem kann unter Umständen grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden und die Heißhungerattacke führt auf diese Weise zu einer hohen Bußgeldstrafe.

Risiko: Highspeed auf High-Heels

Eingegipstes Bein, barfuß, mit Socken oder nur mit Badelatschen am Steuer? Grundsätzlich gibt es vom Gesetzgeber keine Vorschriften, welches Schuhwerk während der Fahrt getragen werden muss. Aber Vorsicht: Kommt es zu einem durch den Fahrzeugführer verursachten Unfall und lässt sich dies zum Beispiel auf das Tragen von Flip-Flops oder hohen Stöckelschuhen zurückführen, trägt dieser die alleinige Schuld und damit auch die entstandenen Kosten.

Qualmen hinter dem Steuer

Zigaretten sind nicht nur schädlich für die Gesundheit, sondern stellen auch ein Risiko für die Verkehrssicherheit dar: Wer beim Fahren raucht, wird durch das Festhalten und Abaschen des Glimmstengels sowie herunterfallende, heiße Glut vom Verkehrsgeschehen abgelenkt und kann unter Umständen auf Gefahrensituationen nicht schnell genug reagieren. Dennoch ist das Qualmen während der Autofahrt derzeit nicht verboten. Wer jedoch einen brennenden Zigarettenstummel einfach aus dem Fenster schnippst und schlimmstenfalls sogar noch nachfolgende Motorrad- oder Fahrradfahrer gefährdet, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Euro rechnen.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Bei Autofahren lautet die Grundregel: Volle Konzentration. Ein dröhnender Bass und laut vibrierender Sound aus den Autolautsprechern mögen zwar den Fahrspaß erhöhen, lenken jedoch stark ab – unter Umständen können dann sogar Einsatzfahrzeuge und Rettungsdienstwagen überhört werden. Daher wird zu laute Musikbeschallung im Auto von der Polizei mit einer Geldstrafe von 10 Euro geahndet – kommt es zu einem Crash, wird es deutlich teurer!

Smart telefonieren? Dann Motor aus!

Telefonieren im Auto ist für den Fahrer nur mit ausgeschaltetem Motor erlaubt. Wer mit dem Handy am Ohr erwischt wird, kann sich auf ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt in Flensburg gefasst machen. Für alle, die auch während der Autofahrt nicht auf das Telefonieren verzichten wollen oder können, empfiehlt sich daher die Anschaffung einer praktischen Freisprecheinrichtung, mit der sich ganz bequem und noch dazu legal kommunizieren lässt.