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Tempo 30 in deutschen Innenstädten

Weniger Lärm und Abgase, mehr Sicherheit – wenn es nach der Meinung von Tempo-30-Befürwortern ginge, würde die aktuelle Regelgeschwindigkeit von 50 km/h in deutschen Innenstädten, die seit Jahrzehnten durch die Straßenverkehrsordnung Gültigkeit hat, drastisch gedrosselt werden. Viele sind von den vermeintlichen Vorteilen einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in geschlossenen Ortschaften absolut überzeugt.

Aber ist das „Tempo-30-Konzept“ tatsächlich eine so gute Idee und stimmt es wirklich, dass „langsamer“ auch gleichzeitig „sicherer und umweltfreundlicher“ bedeutet?

T30 – Umweltentlastung oder Umweltsünde?

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass Tempo 30 bei konstanter Geschwindigkeit zu einem höheren Verbrauch an Treibstoff, einem vermehrten Ausstoß an Stickoxiden sowie zu mehr motorbedingtem Feinstaub führt. Entgegen der Annahme von Tempo-50-Gegnern belegen die Studienergebnisse damit eindeutig, dass 30 km/h sogar eine Verschlechterung der Emissions- und Kraftstoffverbrauchssituation verursacht. Zudem kommt es durch lange Stand- und Wartezeiten, insbesondere während der „Rush Hour“, häufiger zu Staus und Kolonnenbildung, was nicht nur den Verkehrsfluss erheblich verlangsamt, sondern zusätzlich zu einer erhöhten Lärmbelastung für Anwohner beiträgt.

Mehr Sicherheit dank Tempo 30?

Welchen Einfluss die Geschwindigkeit auf die Entstehung von Unfällen hat, kann nicht eindeutig nachgewiesen werden, da bei einem Unfallgeschehen meist mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Unstrittig ist jedoch, dass sich bei einer geringeren Geschwindigkeit der Anhalteweg deutlich reduziert und zumindest die Schwere eines Auffahrunfalls somit gemildert werden kann. Im Gegensatz zu Wohngebieten, vor Kindertagesstätten, Schulen oder Seniorenheimen, wo Tempo 30 aus Gründen der Verkehrssicherheit durchaus sinnvoll ist, könnte sich eine T30-Begrenzung auf Hauptverkehrsstraßen jedoch eher nachteilig auf die Kapazität und Leistungsfähigkeit des Verkehrsflusses auswirken. Die möglichen Folgen: Eine geringere Attraktivität des innerstädtischen Straßennetzes durch erhöhte Reisezeiten und eine signifikante Zunahme des „Schleichverkehrs“ durch Tempo-30-Wohngebiete.